Rente sich wer kann: 6 Fragen zur Rente, die sich Generation Y stellen sollte

Die Altersrente gilt vor Allem bei jungen Leuten noch oft als selbstverständlich. Doch momentan ist das genaue Gegenteil der Fall: Auf Grund von sinkenden Geburtenzahlen in Deutschland sowie einer immer älter werdenden Gesellschaft ist die Rente für Generation Y alles andere als sicher. Wenn man Menschen zwischen 17 und 27 Jahren jedoch nach ihrer Altersvorsorge fragt, lautet die Reaktion noch zu oft „Darüber sollte ich eigentlich mehr wissen“. Deswegen folgen nun 6 Fragen, dessen Antwort jeder wissen sollte, der sich gut auf seine Zukunft vorbereiten möchte.

1. Wann kann ich eigentlich in Rente gehen?

Aktuell lautet das Regeleintrittsalter für die meisten Arbeitnehmer 67 Jahre. Zu diesem Zeitpunkt können diese die Rente beziehen, ohne mit Abschlägen rechnen zu müssen. Allerdings kann dies nicht genauso auf die Kinder der 80er beziehungsweise 90er Jahre übertragen werden. Denn bis besagte Generationen das Rentenalter erreichen, wird die Regelaltersgrenze wohl noch das ein oder andere Mal verändert und kann deswegen nicht vorausprognostiziert werden.

2. Mit wie viel Rente kann ich rechnen? Und wo steht das?

Wer mindestens 5 Jahre lang in das staatliche Rentensystem eingezahlt hat, bekommt nach Vollendung des 27. Lebensjahres Post von der gesetzlichen Rentenversicherung. Diese beinhaltet die so genannte Renteninformation, in welcher die voraussichtlichen Rentenansprüche aufgelistet sind. Doch Vorsicht: Die Renteninformation ist weder eine Garantie für die zukünftige Altersrente noch dient sie als Übersicht, wie viel Geld zu einem späteren Augenblick zur Verfügung stehen wird.

3. Kann ich von meiner Rente überhaupt noch leben?

Fragt man auf den Straßen nach, was man sich im Ruhestand von der gesetzlichen Rente leisten kann, so lautet die Antwort in der Regel: „Nicht viel.“. Ganze 91 Prozent aller 30-49-Jährigen fürchten eine zu niedrige Rente. Außerdem sind 60 Prozent aller Deutschen der Meinung, dass ihre staatliche Rente niemals ausreichen wird. Die Sorge, im Alter zu wenig Geld zur Verfügung zu haben ist durchaus berechtigt, für die Generation Y heißt das jedoch nicht die sichere Altersarmut. Es liegt nun in den Händen der Millenials, wie sie mit der Situation umgehen.

4. „So schlimm wird es schon nicht werden“… oder lieber doch etwas tun?

Anstatt sich in der heutigen Zeit nur auf die gesetzliche Rente zu verlassen, sollte die eigene Rentenlücke doch möglichst früh durch andere Vorsorgewege zur Seite geschafft werden: Private Rentenversicherungen und betriebliche Altersvorsorgen, aber auch Aktien, Fonds sowie der Ankauf einer Immobilie können wunderbar Abhilfe schaffen. Dies ist anscheinend auch bei der Bevölkerung angekommen, denn lediglich sieben Prozent der Deutschen gehen davon aus, sich nicht zusätzlich um ihre Rente kümmern zu müssen, da die Altersvorsorge vom Staat abgesichert ist.

5. Altersvorsorge – kann ich mir das denn überhaupt leisten?

Oft kommen in Bezug auf die private Vorsorge Bedenken in den Köpfen der Menschen auf. Angeführt von: Wer wenig verdient, verfügt gar nicht über die Mittel, sich privat abzusichern. Diese Aussage ist teils absolut korrekt, denn Arbeitern mit geringem Verdienst fällt der Aufbau einer zusätzlichen Rente natürlich tendenziell schwer. Jedoch kann sich hierbei auch auf Priorisierung berufen werden, denn Sparen für später bedeutet gleichzeitig auch Verzicht im hier und jetzt. Ob wir also lieber Geld für Handy und Co. ausgeben, oder doch lieber in die persönliche Altersvorsorge investieren, bleibt uns immer noch selbst überlassen.

6. Den Ruhestand unter Palmen genießen: Ist das die Lösung?

Sommer, Sonne, Kaktus und gleichzeitig noch niedrigere Lebensunterhaltungskosten. Neben billigerem Beschaffen der Lebensmittel locken dementsprechende Länder auch mit günstigeren Mieten, die Renten reichen hier also schlichtweg für ein besseres, qualitativeres Leben. Man darf jedoch nicht vergessen, dass das 30-Jährige Ich meist anders tickt als jenes, das kurz vor Rentenantritt steht. Während sich rund ein Drittel der unter 30-Jährigen ein späteres Auswandern durchaus vorstellen können, sagen unter den 55- 64-Jährigen nur noch 18 Prozent „Ja“ zum Alternativleben in einem fremden Land. Je älter wir werden, desto größer ist oft auch der Wunsch, möglichst lange in der gewohnten Umgebung bleiben zu dürfen. Sich im Ausland zur Ruhe setzen ist deswegen wohl eher Traum der Jungen, nicht der Alten.

Bildquelle: Asier / Adobe Stock

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