<b>live</b>chat

Alles in die Zukunft schieben

Es liegt in der Natur des Menschen, unangenehme und eher uninteressante Dinge auf die lange Bank zu schieben. Einerseits verständlich andererseits völlig verantwortungslos. Verantwortungslos deshalb, weil das Problem dadurch nicht gelöst wird und das Problem zugleich immer größer wird. Wir sprechen heute von der Absicherung der Arbeitskraft und von Altersvorsorge.

Die Zukunft kostet Zeit

Wir hören oft Aussagen wie „dazu habe ich später immer noch Zeit“ oder „gerade kann ich mir das nicht leisten“. So oder so ähnlich kommt es meistens rüber. Also wird ein Problem das heute schon bekannt ist bewusst auf später geschoben. Aber was soll da besser werden? Natürlich kann man die Devise vertreten „mal schauen was die Zukunft so bringt“. Aber seien wir doch mal ehrlich. Was müsste die Zukunft in diesem Fall bringen? Geld müsste sie bringen! Und das kommt nicht einfach mal so.

Wer fest mit einem Lottogewinn rechnet und auf Risiko geht oder ein paar Millionen Euro geerbt hat kann so denken. Aber wir alle wissen, dass ein Lottogewinn eher unwahrscheinlich ist und viele vermutlich gar nicht Lotto spielen. Auch ein Millionenerbe werden viele nicht bekommen. Sich also auf das Glück und auf die Zukunft zu verlassen sind definitiv keine guten Ratgeber.

Leider wird mit so einer Einstellung auf Zeit gespielt. Und gerade bei der Altersvorsorge oder beim Vermögensaufbau ist Zeit ein wesentlicher Faktor. Je mehr Zeit zur Verfügung steht, desto besser kann sich Vermögen aufbauen. Und noch ein wesentlicher Vorteil: ich muss auch viel weniger Geld monatlich in die Hand nehmen als wenn die Sparbemühungen teilweise um Jahrzehnte in die Zukunft verschoben werden. Irgendwann kommt der Punkt wo es sich einfach nicht mehr lohnt. Entweder stehen nicht mehr genügend Zeit oder nicht genügend Geld zur Verfügung. Dann sind für die allermeisten Menschen finanzielle Probleme im Ruhestand vorprogrammiert.

„Der Staat wird schon für mich sorgen“

Ach wirklich? Auch das hören wir immer wieder. Ja, in irgendeiner Form wird der Staat (das sind übrigens wir alle) für einen sorgen. Ein Dach über den Kopf, eine warme Wohnung und etwas zu essen ist mit Sicherheit drinnen. Jeder weiß heute, dass die gesetzliche Rente alleine nicht ausreichen wird. Aber wie schaut es mit Hobbys aus, wie mit Urlaub? Als Rentner hat man plötzlich 24 Stunden Zeit Geld auszugeben. Wer also meint, als Rentner könne man sich ja finanziell ein wenig einschränken, der irrt. Freiwillig will kein Mensch auf den Lebensstandard verzichten den er sich über Jahrzehnte aufgebaut hat. Möchte man nicht weiterhin finanziell möglichst unabhängig sein und sein Leben so gestalten können wie man es gerne möchte?

Wer die Zukunft gestalten will, muss sich Zeit nehmen

Gerade junge Leute haben heute die Möglichkeit mit geringen Beiträgen für eine finanzielle möglichst unabhängige Zukunft vorzusorgen. Sie sind meistens fit und gesund und bekommen somit zu relativ günstigen Prämien eine gute Absicherung wie bspw. eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Aber sie haben auch genug Zeit um mit erschwinglichen Beiträgen eine sinnvolle und respektable Altersvorsorge aufzubauen oder zumindest einen Grundstock dafür zu legen.

Eines sollte hier klar sein: je später man damit beginnt, desto teurer wird es. Teilweise kann man sich den Versicherungsschutz sogar komplett verbauen.

Vorsorgen und sparen durch Verzicht

Zum Schluss noch eine vielleicht etwas provokante und zugespitzte Anmerkung. Ja, wir wissen, dass jeder im Leben noch Geld für andere Dinge außer Versicherungen ausgeben muss. Versichern muss man sich auch nicht gegen alles Mögliche. Wer aber ernsthaft langfristig Vermögen aufbauen und die finanzielle Existenz für sich und ggf. seine Familie sicherstellen will, muss womöglich auf andere Dinge verzichten oder sich dort zumindest einschränken. Wer beispielsweise für das geliebte Pferd monatlich 200 Euro für Futter, Stall & Co. investiert aber kein Geld mehr zur Absicherung seiner Arbeitskraft oder zum Aufbau einer kleinen Altersvorsorge hat, handelt schlichtweg unüberlegt.

Persönliche Vorsorge funktioniert getreu dem Motto: auf das Beste hoffen, auf das Schlimmste vorbereitet sein.

Bildquelle: Adobe Stock, magele-picture

Zurück