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Anhänger geliehen und beschädigt

Viele haben sich vielleicht schon gefragt, wie ein geliehener Anhänger versichert ist. Zunächst muss der Anhänger selbst eine Kfz-Haftpflichtversicherung haben. Hier handelt es sich um eine Pflichtversicherung ohne die der Anhänger gar nicht am Straßenverkehr teilnehmen darf.

Den geliehenen Anhänger beschädigt

Nehmen wir folgende Situation an: Der Anhänger ist geliehen. Während der Fahrt löst sich der Anhänger vom Zugfahrzeug und das Gespann löst sich auf. Der Anhänger prallt dabei gegen ein anderes Fahrzeug und der Anhänger selbst ist ebenfalls beschädigt.

Der Schaden am Fahrzeug gegen welches der Anhänger geprallt ist, wird von der Haftpflicht des Zugfahrzeugs bezahlt. Die Haftpflicht des Fahrzeugs kann übrigens die Haftflicht des Anhängers zu 50 Prozent in Regress nehmen.

Der Schaden am Anhänger selbst ist weder über die Haftpflicht des Zugfahrzeugs noch über die Haftpflicht des Anhängers abgedeckt. Der Eigenschaden am Anhänger wäre nur versichert, wenn der Anhänger selbst über eine Vollkaskoversicherung verfügen würde. Da dies aber in den allermeisten Fällen nicht der Fall ist, bleibt der Schaden bei demjenigen der sich den Anhänger geliehen hat.

Gerade Vereine und Organisationen die regelmäßig Anhänger verleihen, sollten das Geld für eine Vollkaskoversicherung nicht scheuen um das finanzielle Risiko sowohl für sich selbst als auch für denjenigen der sich den Anhänger ausleiht zu minimieren.

Betriebshaftpflicht

Wer sich zu gewerblichen Zwecken einen Anhänger leiht könnte vielleicht Glück haben. Je nach Bedingungen und je nach Branche könnte ggf. die Betriebshaftpflicht einspringen. In landwirtschaftlichen Haftpflichtversicherungen ist dies beispielsweise nicht unüblich. Es trifft allerdings auch nicht auf alle Branchen zu. Zur Sicherheit ist es ratsam, im Vorfeld bei der eigenen Versicherung nachzufragen und sich Klarheit zu verschaffen.

Im Vorfeld klären

Wer sich mal eben schnell einen Anhänger bei einem Kumpel leiht sollte bereits im Vorfeld klären, wie der Anhänger versichert ist. Grundsätzlich muss sich der Verleiher immer darüber bewusst sein, dass der entliehene Gegenstand auch beschädigt werden kann. Der Leihende muss sich ebenfalls darüber bewusst sein, dass ein Schaden eintreten kann. Nicht alle denkbaren Risiken in unterschiedlichen Konstellationen sind bedingungslos über eine Versicherung versicherbar. Unter Umständen kann es also sein, dass die Beteiligten auf dem Schaden sitzen bleiben und ihn aus eigener Tasche bezahlen müssen.

Gilt das für alle geliehenen Sachen?

Nein. Geliehene Sachen sind in Haftpflichtversicherungen, insbesondere Privathaftpflichtversicherungen, heutzutage meistens eingeschlossen. Es kann jedoch sein, dass die Höhe der Entschädigung separat begrenzt ist. In unserer BOXflex Privathaftpflicht sind geliehene Sachen bis 10.000 Euro versichert. In Tarifen, die bereits deutlich in die Jahre gekommen sind, ist diese Deckung meistens noch nicht enthalten. Die Privathaftpflicht sollte deshalb auch immer auf einem möglichst aktuellen Stand gehalten werden.

Zulassungspflichtige Kraftfahrzeuge und Anhänger sind allerdings in der Privathaftpflichtversicherung fast gänzlich ausgeschlossen. Neuere und hochwertigere Tarife schließen einzelne Dinge wie zum Beispiel Be- und Entladeschäden, Übernahme der Vollkaskoselbstbeteiligung, Falschbetankung oder die Kosten der Rückstufung ein. Der Schaden am Fahrzeug selbst bleibt jedoch ausgeschlossen. Ausnahmen gibt es, wie bereits erwähnt, in diversen betrieblichen Versicherungen. Allerdings dürfte das auch dort eher eine Seltenheit sein.

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