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Fahrraddiebstähle – wie können sie vermieden werden?

Der Verlust des eigenen Rades ist natürlich ärgerlich. Vor allem dann, wenn dies nicht selbstverschuldet ist, sondern man Fahrraddieben zum Opfer fällt. Im Folgenden sollen deswegen ein Einblick in die gegebene Situation sowie hilfreiche Ratschläge gegen Langfinger dargelegt werden.

Ausgangslage

Allein in Deutschland werden jedes Jahr über 300.000 Fahrraddiebstähle verzeichnet. Die Tendenz ist zwar fallend, die zugehörige Aufklärungsquote sorgt jedoch trotzdem für Ernüchterung. Nicht einmal zehn Prozent der gestohlenen Räder werden wiedergefunden und können dem Besitzer zurückgebracht werden. Außerdem kann von einer circa 50-prozentigen kriminellen Dunkelziffer ausgegangen werden, also Räder, deren Verschwinden nicht bei der Polizei gemeldet wird. Das Entwenden von Drahteseln betreffend sind die drei Stadtstaaten Berlin, Bremen sowie auch Hamburg übrigens Hochburgen, in diesen Regionen ist die Anzahl der gestohlenen Fahrräder dementsprechend hoch. Bayern hingegen ist im Vergleich beispielsweise deutlich sicherer. Die Thematik ist hier folglich zwar gedämpft, jedoch lange nicht erledigt. Doch welche Möglichkeiten gibt es eigentlich, um sich richtig vor Dieben zu schützen?

Fahrraddiebstahl vorbeugen

Damit Fahrradhalter ihr Eigentum mit gutem Gewissen zurücklassen können, stehen heutzutage bereites mehrere effektive Varianten zur Verfügung:

Fahrradschloss

Das wohl bekannteste Mittel zur Absicherung ist das Fahrradschloss. Schon beim Kauf gilt es, sich richtig zu informieren und das passende Schloss für das eigene Rad zu finden. Die Auswahl reicht hierbei von aufwendigen Bügelschlössern bis hin zu einfachen Rahmen- und Spiralschlössern. Letztere wären beispielsweise nicht zum alleinigen Einsatz geeignet, da viele Fahrraddiebe diese Schließmechanismen mit Leichtigkeit umgehen können.

Allgemein gilt: Je teurer das zweirädrige Vehikel, desto mehr sollte auch in das Schloss investiert werden.

Ebenfalls sinnvoll ist die Nutzung von zwei statt nur einem Verschluss, da Banditen oftmals nur auf eine Art der angebrachten Sicherungen spezialisiert sind. Außerdem hat der Radbesitzer somit die Möglichkeit, Rahmen UND Räder abzuschließen, was gleichzeitig durch mehr Zeitaufwand die Entfernung für Banditen erschwert und folglich die Gefahr, entdeckt zu werden steigt. Doppelt hält also wirklich besser.

Doch auch die richtige Anwendung der nützlichen Sicherungsschlösser darf nicht vernachlässigt werden.

Anschließen statt nur Abschließen

Beim Sichern durch Schlösser sollte darauf geachtet werden, das Fahrrad an fest verankerte Gegenstände (Fahrradständer, Eisenstangen, …) anzuschließen.  Anderenfalls kann das geliebte Zweirad einfach weggetragen werden.

Der richtige Abstellort

Räder sollten möglichst nicht an abgelegen, verlassenen Orten abgestellt werden, da Langfinger hier leichtes Spiel haben. Vorteilhaft sind Plätze, an denen das Fahrrad entweder in Sichtweite und/oder von Menschen umringt ist. Perfekt wären logischerweise geschlossene Räumlichkeiten wie Keller oder Fahrradboxen.

Codierung

Einzigartigkeit ist ebenfalls eine gute Variante, Diebe zurückschrecken zu lassen. Das liegt daran, dass sich Fahrräder, welche mit individuellen Merkmalen versehen sind, schwerer wiederverkaufen lassen. Eine Möglichkeit, dem Drahtesel Wiedererkennungswert zu verleihen, ist die Codierung. Hierbei wird von der örtlichen Polizei oder dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) je nach Material des Rades entweder durch eine Graviermaschine oder einen speziellen Aufkleber eine Kombination aus Zahlen und Buchstaben am Rahmen angebracht. Der Vorgang ist für einen Preis von circa 15 Euro durchführbar und ist deswegen sehr wertvoll, da codierte Fahrräder immer sofort einem bestimmten Besitzer zugeordnet werden können.

GPS

Des Weiteren können Räder mit einem GPS-Tracker versehen werden, welcher im Falle eines Entwendens das Diebesgut aufspüren kann. Meistens wird hierzu ein versteckter Sensor angebracht, der in einer entsprechenden Notsituation in der Lage ist, ein Warnsignal an das Smartphone des Eigentümers zu senden.

Was tun, wenn das Fahrrad trotz genügender Absicherung geklaut wird?

Um richtig auf einen Raddiebstahl zu reagieren, muss das Geschehen auf jeden Fall angezeigt werden. Nutzer, die vorgesorgt und ihr Fahrrad versichert haben, sollten nicht nur eine Anzeige bei der Polizei, sondern auch eine Meldung beim Versicherer eingehen lassen, da nur so eventuelle Versicherungsleistungen ausgezahlt werden können.

Grundsätzlich ist zu vermerken, dass das Thema „Fahrraddiebstähle“ keinesfalls zu leichtfertig betrachtet werden darf. Das eigene Rad ist es durchaus wert, ausreichend geschützt zu werden.

Bildquellen:
Adobe Stock, Mariusz Blach
Adobe Stock, BrAt82

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