Prämienkalkulation bei der Kfz-Versicherung: Welche Faktoren beeinflussen die Prämie?

Bei einem Autokauf spielen viele Faktoren eine wichtige Rolle, so auch laufende Kosten für das Fahrzeug. Darunter fällt unter Anderem auch die zukünftige Versicherungsprämie, also der zu entrichtende Beitrag, der fällig wird damit du sicher auf den Straßen unterwegs bist.  Obwohl die Vorgehensweise beim Versicherer so ziemlich immer dieselbe ist, variiert die Prämie von Vertrag zu Vertrag. Das sorgt bei Kunden immer wieder für Fragezeichen im Kopf. Wie kann es sein, dass meine Kfz-Absicherung beim alten Auto viel günstiger war? Oder warum weicht mein Beitrag so stark von dem des Vorbesitzers ab? Doch was viele nicht wissen: Wie hoch die Summe schlussendlich ausfällt, hängt von den verschiedensten Faktoren ab. Welche das sind und worauf es zu achten gilt, klären wir im Folgenden.

Was nimmt Einfluss auf die Kfz-Prämie?

Nach und nach erläutern wir, was genau letztendlich den Beitrag entsprechend verändert, und vor Allem wieso.

  • Schadenfreiheitsklasse: Pro Jahr, das du schadenfrei unterwegs warst, steigst du in der SF-Klasse einmal auf. Je höher die Stufe, desto niedriger der Prozentsatz und somit die zu zahlende Prämie. Verursachst du gegenteilig einen Haftpflicht- oder Vollkaskoschaden, der von deiner Versicherung beglichen werden muss, so wirst du zurückgestuft und der Betrag erhöht sich dementsprechend wieder. Vorausschauend fahren lohnt sich also!
  • Erstzulassung: Handelt es sich um ältere Gebrauchtwagen, so sind diese meist überdurchschnittlich oft in Unfälle verwickelt, das erhöht Risiko und Beitrag. Wird hingegen ein ganz oder relativ neuer Wagen erworben, so fällt das Fahrverhalten laut Statistiken viel vorsichtiger aus. Ergo: Das Unfallrisiko und die Prämie sinken.
  • Jährliche Kilometer-Leistung: Bei Personen, die häufiger am Steuer sitzen, besteht logischerweise wieder eher die Gefahr, dass diese in ein Verkehrsunglück verwickelt werden. Wer weniger fährt, ist also auch günstiger unterwegs.
  • Zahlweise: Standardmäßig ist der Versicherungsbeitrag stets für ein Jahr im Voraus fällig. Beinahe alle Versicherer bieten jedoch die Möglichkeit, den Betrag halbjährlich, vierteljährlich beziehungsweise monatlich zu begleichen. Das ist wiederum mit einem Mehraufwand für den Versicherer und einer höheren Gesamtprämie für den Versicherungsnehmer verbunden.
  • Typ-Klasse: Sämtliche Kraftfahrzeuge werden nach Schadenshäufigkeit in verschiedene Typ-Klassen eingeordnet. Dabei gilt: Mit steigender Typ-Klasse erhöht sich parallel das zu tragende Risiko für den Versicherer, weswegen auch der Beitrag entsprechend nach oben klettert. Um herauszufinden, wie dein Auto eingestuft ist, besuche einfach www.Typklasse.de.
  • Regionalklasse: Ganz Deutschland ist in mehr als 400 Zulassungsbezirke eingeteilt, wobei jeder Zulassungsbezirk seine eigenen Schadenbilanzen aufweist. Ist ein Unfall wahrscheinlicher, erhöht sich auch die Summe der Prämie. Haftpflicht, Teilkasko und auch Vollkasko wird jeweils eine eigene Regionalklasse zugeteilt, wobei sich die Einstufung an den regionalen Faktoren orientiert. In Gebieten, die sich beispielsweise im Bayrischen Wald befinden, sind Wildunfälle sehr präsent. Diese werden von der Teilkaskoversicherung abgedeckt, folglich sind hier die Regionalklassen im Teilkasko-Bereich höher als in waldarmen Zonen. Ballungszentren hingegen wie etwa Berlin oder Nordrhein-Westfahlen stehen natürlich für ein vergleichsweise relativ hohes Verkehrsaufkommen mit einer dementsprechenden Schadenhäufigkeit, was die Regionalklassen in der Haftpflichtversicherung nach oben treibt. Du willst die Regionalklassen deines eigenen Autos in Erfahrung bringen? Dann wirf einen Blick auf www.Regionalklasse.de.
  • Selbstbeteiligung: Bei den Kasko-Versicherungen lässt sich stets eine Selbstbeteiligung vereinbaren. Entsteht also ein Teil- oder Vollkaskoschaden, so wird dieser abzüglich der festgelegten Selbstbeteiligung erstattet. Auch hierbei gilt: Je höher die Selbstbeteiligung ausfällt, umso mehr schmilzt der Beitrag.
  • Fahrerkreis: Es zählt nicht nur wo beziehungsweise wie viel man fährt, sondern auch wer das Fahrzeug führt. Dies kann nur der Versicherungsnehmer sein, aber eben auch diverse andere Personen wie etwa Ehepartner oder Kinder. Der Nutzerkreis lässt sich jedoch von Versicherung zu Versicherung verschieden modifizieren. Klar ist: Mehrere Fahrer bedeuten auch mehr Risiko, bestimmte Personengruppen wie Fahranfänger sorgen logischerweise enorm für eine Gefahrenerhöhung. Dies betrifft auch die ältere Generation, denn mit den Jahren schwinden bei dem Ein oder Anderen Konzentrationsfähigkeit, Beweglichkeit und Reaktionsgeschwindigkeit. Wichtig ist also nicht nur das Baujahr des Autos, sondern auch das des Fahrers.
  • Werkstattbindung: Die Bindung an eine spezielle Partnerwerkstatt bewirkt immer einen günstigeren Endbeitrag. Das bedeutet, im Schadensfall wirst du ins Werkstattnetz der jeweiligen Versicherung gelotst und das Problem wird dort behoben. Da die Versicherung durch die Partnerverträge mit den eingebundenen Werkstätten Geld bei der Reparatur sparen kann, kommt dies auch dem Versicherungsnehmer in Bezug auf die Beitragshöhe zugute.
  • Nächtlicher Stellplatz: Ebenfalls eine Rolle bei der Prämienkalkulation spielt der Ort, an welchem das Fahrzeug über Nacht abgestellt wird. Befindet sich das Auto dann in einem geschlossenen Stellraum wie einer Garage, so ist das natürlich wesentlich sicherer als das Platzieren auf der Straße oder auf öffentlichen Stellplätzen. Je geschützter der eigene Flitzer ist, desto mehr verringert sich der Beitrag der Kfz-Versicherung.

Spezifische Merkmale

Neben den gängigen Faktoren, die bei so ziemlicher jeder Gesellschaft Einfluss auf die Kfz-Versicherung nehmen, existieren auch Aspekte, welche von Versicherung zu Versicherung variieren und nicht zwingend überall vertreten sind. So auch bei AXA:

  • Tarifauswahl: Bei der Kfz-Versicherung von AXA bspw. hast du die Möglichkeit zwischen den beiden Tarifen „mobil kompakt“ oder „mobil komfort“ zu wählen. Die Namen verraten bereits, dass die Produktlinien jeweils unterschiedliche Leistungsumfänge aufweisen. Wer also „komfort“ anstatt „kompakt“ wählt zahlt mehr, bekommt aber gleichzeitig auch mehr Leistung.
  • Leasing: Hast du dich dazu entschieden, deinen künftigen fahrbaren Untersatz zu leasen, so erwartet dich versicherungstechnisch ein Zuschlag. Das liegt daran, da deine Versicherung auch bei unverschuldeten Unfällen (meist Totalschaden) in Anspruch genommen werden muss.
  • Abweichender Halter: Wird das Fahrzeug auf Jemanden zugelassen und eine zweite Person schließt den Versicherungsvertrag ab, so sind Halter und Versicherungsnehmer nicht identisch. Dadurch wird oftmals ein Aufpreis verlangt. Dieser entfällt, erfolgt die Zulassung auf:  
    • den mit dem Versicherungsnehmer in häuslicher Gemeinschaft lebenden (Ehe-)Partner
    • ein behindertes Kind oder einen behinderten Elternteil des Versicherungsnehmers
    • einen Werksangehörigen eines Automobilherstellers oder -importeurs (nur bei Erstzulassung von Neufahrzeugen)
    • deine Firma oder deren Firmeninhaber
  • Wohneigentum: Besitzt du ein Wohneigentum und hast dieses direkt bei AXA versichert, profitierst du in deiner Kfz-Versicherung davon – der Beitrag schmälert sich dadurch.
  • Online-Kommunikation: Entscheidest du dich für die Online-Kommunikation, so wird dir die Post unsererseits überwiegend online zur Verfügung gestellt. Dafür erhältst du deinen eigenen „My AXA-Account“ mit einem elektronischen Postfach. Sobald ein Schriftstück zum Download darin bereitliegt, wirst du per E-Mail benachrichtigt. Das ist nicht nur praktisch, sondern verschafft dir auch einen Beitragsnachlass.

Die Prämie der Kfz-Versicherung wird also von allerhand Faktoren beeinflusst. Je nachdem, wie sich oben genannte Aspekte verändern, kann eben auch der Beitrag sinken oder steigen. Hiermit konnten wir hoffentlich für mehr Klarheit sorgen und die Fragezeichen beim Blick auf die nächste Beitragsrechnung verbannen.

Bildquelle: Adobe Stock - suyujung

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