Sind Schäden am Kühl-/ Gefriergut versichert?

Das ist eine Frage, die uns immer wieder erreicht. Und die klassische Antwort darauf ist: es kommt darauf an. Es gibt Fälle in denen sind Schäden dieser Art tatsächlich mitversichert. In anderen Fällen jedoch nicht. Wir erläutern die Thematik gerne in diesem Artikel.

Hausratversicherung: Kühl-/ Gefriergut

In der Hausratversicherung sind Schäden an Kühl- und Gefriergut mitversichert. Wir beziehen uns an dieser Stelle auf das Produkt BOXflex Hausrat von AXA. Die interessante Frage ist jedoch, wann tritt der Versicherungsfall ein?

Das ist in den Versicherungsbedingungen sehr eindeutig und plausibel erklärt. Dort steht: „In Erweiterung […] sind innerhalb der versicherten Wohnung Schäden an Nahrungsmittelkühl- und gefriergut infolge nicht von den Energieversorgungsunternehmen angekündigter Netzausfälle versichert.“

Bedeutet: fällt der Strom ohne Ankündigung seitens des Netzversorgers aus und taut deshalb Gefriergut auf, so gilt dies als versicherter Schaden. Technische Defekte, Schäden durch Bedienungsfehler, etc. sind hingegen nicht versichert.

Sollte übrigens nach einem Überspannungsschaden das Gerät defekt werden und taut dann Kühl- oder Gefriergut auf, ist dies ebenfalls kein Fall für die Versicherung. Zwar ist der Kühl- bzw. Gefrierschrank über die Hausratversicherung zum Neuwert versichert, nicht aber das evtl. verdorbene Kühlgut.

Ausnahmen bestätigen die Regel

Versicherungsprodukte entwickeln sich ständig weiter. Es gibt am Markt bereits wenige Anbieter, die Gefriergutschäden auch bei technischen Defekten am Gerät mitversichern. Fast ausschließlich nur in Top-Produkten die auch entsprechend Geld kosten. Ist bspw. in der BOXflex Hausrat der Baustein Premium enthalten, gibt es eine Bestleistungsgarantie. Gewährt also ein anderer in Deutschland tätiger Versicherer Versicherungsschutz in diesem Bereich, würde AXA diese Leistung übernehmen.

Wie lange bleiben Lebensmittel nach Stromausfall gefroren?

Gefrierschränke können in aller Regel bis zu fünf Stunden ohne Strom bleiben, bis das Gefriergut anfängt aufzutauen. Liegt die Temperatur im Innerhalb des Gefrierschranks bei unter +3 Grad, besteht in aller Regel keine Gefahr. Erst wenn Lebensmittel über mehrere Stunden Plusgraden ausgesetzt sind, können die Lebensmittel verderben. Gemüse und Obst kann auch wieder problemlos eingefroren werden. Fisch und Fleisch sollte dann möglichst innerhalb von einem Tag verarbeitet werden.

Wenn der Gefrierschrank keinen Strom mehr hat, macht das Gerät in der Regel auch auf sich aufmerksam. Die allermeisten Geräte geben ein Alarmgeräusch ab. Das gibt die Möglichkeit, schnell zu reagieren.

Bildquelle: phonlamaiphoto / Adobe Stock

 

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